Was ist Mitotane?

Das Wichtigste in Kürze:
Eine Mitotantherapie ist vor und nach einer OP möglich.

Eine Mitotanetherapie beim fortgeschrittenen Nebennierenkarzinom verfolgt zwei Ziele:

  1. Stoppen des Wachstums der Tumorzellen
  2. Übermäßige Produktion von Nebennierenhormonen bei hormonell aktiven Tumoren unter Kontrolle bringen (z.B. bei einem Cushing-Syndrom).

Adjuvante Mitotanetherapie: Nach einer erfolgreichen operativen Entfernung des Tumors, sollen übrige Tumorzellen abgetötet werden und so ein erneutes Tumorwachstum (d.h. rezidiv) verhindert werden.

Einnahme
Erfahrungen von Patientinnen und Patienten zufolge ist die Einnahme von Mitotane auch nur abends möglich, so dass manche Nebenwirkungen den Tagesablauf nicht zu sehr belasten.

Nebennierenrindeninsuffizienz
Mitotane verursacht als Nebenwirkung – u.a – eine Nebeniereninsuffizienz oder Unterfunktion der Nebennierenrinde (NNR).
Durch besondere Belastungssituationen kann eine Addison Krise auftreten (Verschlechterung:einer NNR-Insuffizienz). Diese potentiell lebensbedrohliche Krise zeichnet sich durch Bewusstseinstörung (Sopor) bis hin zu Koma, Blutdruckabfall, massive Austrocknung des Organismus, Unterzuckerung und Bauchbeschwerden (Pseudoperitonitis). Die Krise wird u.a. mit Hydrocortison behandelt.

Hydrocortison
Um Nebenwirkungen zu vermeiden und einen normalen Tagesablauf zu ermöglichen, ist es während der Mitotanetherapie sehr wichtig genügend Hydrocortison einzunehmen. Jede Person reagiert anders, damit ist auch der tägliche Bedarf von Hydrocortison unterschiedlich. Eine Mindestmenge von 50 mg wird häufig empfohlen. Je nach persönlichem Befinden und Stress muss die Dosis erhöht werden.
Für Notsituationen sollten Sie immer eine Reserve an Hydrocortison dabei haben. (Ärztliches Attest für Flugreisen)

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