Allgemeines und Wissenswertes

Yoga und Sport gegen Krebs

“Die Diagnose Krebs versetzt die meisten Betroffenen in einen Ausnahmezustand. Viele Erkrankte kapseln sich ab, um ihr Leid zu verbergen. Doch es ist sehr wichtig, bereits während der Therapie zu einem normalen Leben zurückzufinden”, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums.
“Yoga ist deshalb sinnvoll, weil jeder Patienten diese Übungen machen kann – zum Beispiel auch im Bett. Die Kombination aus Übung, Dehnung und Atmung fördert zum Beispiel die Entspannung und verbessert die Körperkontrolle”, erklärt Dr. Markus Schuler von der Medizinischen Klinik I des Dresdner Uniklinikums. Allgemeine Ziele von körperlichen Aktivitäten bei Krebspatienten sind der Erhalt der Selbstständigkeit und das Wecken positiver Gefühle, die sich durch die verbesserte Kontrolle über den Körper erreichen lassen. Auch Yoga kann im Rahmen der Tumorbehandlung dazu beitragen, die Symptome von Therapie und Erkrankung zu reduzieren. Dies sind unter anderem Erschöpfung, Übelkeit, Schlafstörungen und eine beeinträchtigte körperliche Verfassung.

Quelle: Yoga gibt Krebspatientinnen Vertrauen in den eigenen Körper zurück
17.02.2014

Neuer EU Report zu personalisierter Medizin

Bedingt durch das eigene Erbgut und durch die Mutationen, die eine Krebszelle aufweist, sind manche Chemotherapien bei einigen Patienten weniger wirkungsvoll als bei anderen.
Mache Krebszellen entwickeln sogar Resistenzen gegen bestimmte Chemotherapien.

Die personalisierte Medizin bzw. Chemotherapie mithilfe eines Gen-Profils könnte u.U. helfen. Die Forschung dazu steckt noch in den Kinderschuhen. Wer sich für das Thema interessiert, sollte den im Oktober 2013 veröffentlichten EU Bericht zu dem Thema lesen: Use of '-omics' technologies in the development of personalised medicine

Aktuell gibt es unseres Wissens nach noch keine direkte personalisierte Therapie für das Nebennierenrindenkarzinom. Die Sequenzierung des Nebennierenrindenkarzinoms dauert an und wir hoffen, dass auch für uns hoffentlich die individualisierte Therapie einmal möglich sein wird. Wir halten Sie auf diesen Seiten über diese Entwicklungen auf dem Laufenden.


Das schwarze Dreieck ▼

Neue Kennzeichnung von Arzneimitteln, die einer zusätzlichen Überwachung unterliegen

Seit dem 1.9.2013 kennzeichnet in allen EU-Mitgliedstaaten ein schwarzes Dreieck Medikamente, die noch strenger als andere Medikamente kontrolliert werden. Es erscheint in den Packungsbeilagen, nicht aber auf der äußeren Umhüllung. Medikamente mit dem schwarzen Dreieck sind nicht unsicher, sondern bei ihnen stehen weniger Informationen als bei anderen Arzneimitteln zur Verfügung, weil sie beispielsweise neu auf dem Markt sind. An klinischen Prüfungen zur Zulassung von Medikamenten nimmt in der Regel nur eine begrenzte Zahl von Patienten für einen festgelegten Zeitraum unter kontrollierten Bedingungen teil. Dadurch wird sichergestellt, dass die häufigsten Nebenwirkungen vor der Zulassung erkannt werden. Nur Arzneimittel, deren Nutzen nachweislich die Risiken überwiegt, gelangen auf den Markt. Einige weniger häufige Nebenwirkungen könnten allerdings erst dann auftreten, wenn ein Arzneimittel von einer großen Anzahl von Personen über einen langen Zeitraum angewendet wird oder in Kombination mit anderen Medikamenten. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie Nebenwirkungen, die nicht auf der Packungsbeilage aufgeführt sind, Ihrem Arzt, Apotheker oder einer Krankenpflegekraft und Ihrer nationalen Arzneimittelbehörde melden.

Online Meldung von Nebenwirkungen beim Bundesinstitut für Arzneimittel

Aktuelle Liste der Arzneimittel mit dem schwarzen Dreieck

Was bedeutet das schwarze Dreieck?

Ihre nationalen Arzneimittelbehörden:
www.bfarm.de
(Deutschland)
www.pei.de
(Deutschland)
www.ages.at
(Österreich)
www.fagg-afmps.be
(Belgien)
www.ms.etat.lu
(Luxemburg)